Lesenswertes

Artikel

Kristina Lunz auf ze.tt: Wie ich es als Arbeiterkind vom Dorf nach Oxford schaffte
„Kristina Lunz ist als Arbeiterkind in einem fränkischen Dorf aufgewachsen. Ihr Weg an die beste Uni der Welt war steinig. Sie plädiert für eine heterogenere Elite.“ (ze.tt)

Jakob Simmank für ZEIT Campus: Ärzte – Wir weißen Medizinstudenten.
„Den Zugang zum Studium schaffen fast nur Akademikerkinder, die künftigen Ärzte Deutschlands sind alles andere als divers. Das kann für Patienten sogar gefährlich werden.“ (ZEIT Campus)

Janke, Rudert, Marksteiner, Dickhäuser: Knowing One’s Place: Parental Educational Background Influences Social Identification with Academia, Test Anxiety, and Satisfaction with Studying at University. 
Erschienen in frontiers in Psychology 2017 Aug 3;8:1326.

Rémy Auclair, Paul Bélanger, Pierre Doray, Monic Gallien, Amélie Groleau, Lucia Mason, Pierre Mercier: First Generation Students – A Promising Concept?
(2008, The Canada Millennium Scholarship Foundation)
„This research paper is a critical summary of the scientific literature dealing with the FGS concept. It was produced with two aims in mind. First, we looked at whether a parental schooling threshold can be identified beyond which significant differences exist regarding access to and continuation of postsecondary studies. Second, we studied how FGS status affects the educational experience. In other words, does being an FGS influence the path taken through education? Or, instead, is that path influenced by the sociodemographic characteristics that generally impact people’s access to and experience in post-secondary education (among other things, low family income or membership in a particular cultural community)?“ (Aus: Executive Summary)

Melanie Schröder bei ze.tt: Wie viel Stress es ist, neben dem Job das Abi nachzuholen.
„Als Erwachsene wieder zur Schule gehen – das bedeutet viel Stress. Nach vier Jahren an einem Abendgymnasium kann ich aber sagen: Die Mühe lohnt sich.“ (ze.tt)

 

Bücher

Didier Eribon: Rückkehr nach Reims (2016)
„Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an – das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft. Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert er eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft zum Front National übergelaufen ist. Das Buch sorgt seit seinem Erscheinen international für Aufsehen. So widmete Édouard Louis dem Autor seinen Bestseller Das Ende von Eddy.“ (Inhalt / Suhrkamp)